10 Meter Freiheit

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So sehr wir uns während der Pandemie in unserer Freiheit eingeschränkt fühlten, so fragwürdig ist, ob Freiheit überhaupt existiert. Der Kreativnomade Sam Khayari und die Künstlerin Karin Mairitsch spüren dem Wunsch nach vermeintlichen Freiheit nach. Sie machen sich malerisch auf einer Fläche von 10 x 2 Metern auf die Suche nach der Möglichkeit einer Welt ohne Einschränkungen – wohlwissend, dass wir alle in Konzepten leben, die uns einschränken und zu gläsernen Menschen machen. 

  1. Frei 3 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 3 gemeinsam mit Sam Khayari
    Mischtechnik auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main, Deutschland
  2. Frei 4 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 4 gemeinsam mit Sam Khayari
    Mischtechnik auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main, Deutschland
  3. Frei 5 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 5 gemeinsam mit Sam Khayari
    Mischtechnik auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main, Deutschland
  4. Frei 6 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 6 gemeinsam mit Sam Khayari
    Acryl auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main
  5. Frei 7 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 7 gemeinsam mit Sam Khayari
    Mischtechnik auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main, Deutschland
  6. Frei 8 gemeinsam mit Sam Khayari
    Frei 8 gemeinsam mit Sam Khayari
    Mischtechnik auf Baumwollgewebe
    Rüsselsheim am Main, Deutschland

Wenn uns die Pandemie eines vor Augen geführt hat, dann ist es unsere Empfindlichkeit gegenüber Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Doch was ist Freiheit? Existiert sie überhaupt? Oder ist sie vielmehr ein Konstrukt unseres Wunschdenkens, welches uns vorgaukelt, tun und lassen zu können, was wir wollen. Der Kreativnomade Sam Khayari und die Künstlerin Karin Mairitsch spüren diesen Fragen nach. Sie bezweifeln die Existenz einer Freiheit, die sich ins Endlose weiten kann und wählen sehr bewusst ein Setting, das von vornherein einschränkend ist: sie wählen eine 10-Meter-Leinwandbahn, die ihrem malerischen Ausdruck Grenzen setzt. Sie erlauben sich, wechselseitig in die malerischen Impulse der*des anderen einzugreifen. Sie malen in einem Gassenlokal, das öffentlich einsehbar ist und lassen zu, das Besucher*innen in diesen Raum eindringen. Sie performen öffentlich und geben live Einblicke in den sozialen Medien. Ihr künstlerisches Handeln wird gläsern und ist für Irritationen von außen offen. Worin also besteht die Freiheit? Für Sam Khayari und Karin Mairitsch ist es der Prozess. Dass sie innerhalb gesetzter Grenzen entscheiden dürfen, wo und mit welchen Farben sie der Pinsel hinführt, wie sich das gemeinsame Schaffen in co-kreativer Offenheit entwickelt oder ob Impulse von außen in ihrer Arbeit Zugang finden. Freiheit wird für sie zu einem ergebnisoffenen und entwicklungsbereiten Moment, der Überraschungen bereithält. Freiheit ist für sie eine Bewegung, die fließend in die andere übergeht. Freiheit ist denn auch Begegnung, in der das Zwischenmenschliche Möglichkeitsräume eröffnet und Grenzen sprengt.