Landinnern. Entgleisung des Dings.

Jahr
Ort

Es handelt sich bei den Exponaten um abstrakte oder abstrahierte Landschaftsdarstellungen. Die Darstellungen sind inspiriert von den Eindrücken der Künstlerin in der Schweiz, wobei vornehmlich die Alpen zum Ausgangspunkt gewählt und klar erkennbar die jahreszeitlich bedingten Farbsetzungen sind. 

  1. Aufstieg mit Todesfolge
    Aufstieg mit Todesfolge
    Öl auf Leinwand
    160×120cm
    Luzern
  2. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  3. Von der eisgerutschten Lieblichkeit
    Von der eisgerutschten Lieblichkeit
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  4. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  5. Tränen der Mutter, die den Sohn sich wünschte. Stabat mater.
    Tränen der Mutter, die den Sohn sich wünschte. Stabat mater.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  6. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    210×100cm
    Luzern, Schweiz
  7. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  8. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz
  9. o.T.
    o.T.
    Öl auf Leinwand
    65×100cm
    Luzern, Schweiz

Alle Exponate sind sie in den Jahren 2014 bis 2015 entstanden, in Öl auf Leinwand gefertigt und spielen mit den Widersprüchen zwischen pastosem und lasierendem Auftrag, dichter Malung und weissen Lehrflächen, disziplinierter Setzung und gestischer Bewilderung, monochromer Farbgebung und buntem Treiben.

Karin Mairitsch ist in diesem Werk der Eindruck widerfahren und dabei die Erinnerung begegnet, die die Landschaft in ihr lösten. Der Eindruck entgleist in diesem Werk die Landschaft – ähnlich einem Ding, das sich der Schwerkraft entzieht und aus den Händen gleitet. Dieser Eindruck provoziert Erinnerung und entblättert den emotionalen Tiefgang dieser eindrücklichen Landschaft. Wahrlich, die Entgleisung des Dings und jeder Fassbarkeit: die Landschaft wird zur Inspirationsfläche, ihre willfährige Erscheinung zum Impuls, und ihre Unwegsamkeit zur Wegweisung in die Phänomene menschlichen Tiefgangs, seiner Erinnerungs- und Gefühlsleistung.

Wir befinden uns mit diesem Werk in einer Wanderung zwischen den äusseren Erscheinungen und den inneren Resonanzen, im Dialog zwischen den innigen und zugleich distanzierten Begegnungen der Künstlerin mit der Aussenwelt. Wir erleben ihr Malen als Mitteilen, das Verhandeln zwischen codierbaren und doch auch unverständlichen Entäusserungen, wir finden uns im Schauen, Graben und Ackern verborgener Empfindsamkeit. Bei dieser Reise vom Aussen ins Innern lässt sich das Landinnern erinnern und wird zur Kolonialisierung unentdeckter, vorsprachlicher und tief sitzender Leibsätze.