Meister in Essig und Öl. Ein letztes Abendmahl.

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Die Ausstellung greift die (studien-)inhaltlichen und örtlichen Gegebenheiten der Galerie auf: sie ist als Installation für den Gang des Institutes für Kunstgeschichte an der Universität Graz  konzipiert und persifliert das letzte Abendmahl als historisch beliebtes Thema in den Künsten.

  1. Meister in Essig und Öl
    Meister in Essig und Öl
    Fotodokumentation
    Graz, Österreich

Die Installation zeigt einen festlich gedeckten, langen Tisch. Auf weissem Tuch, zwischen Besteck, festlicher Kerzenbeleuchtung und kleinen Happen befinden sich an der einen Längsseite des Tisches zwölf Schaukästen. Sie sind bedeutungsschwer aufgeladen, indem sie jeweils mit Gegenständen gefüllt sind, die einen Anknüpfungspunkt zur katholischen Religions- und Kunstgeschichte aufweisen. Ein Apfel beispielsweise findet sich in einem der Schaukästen als Referenz zur biblischen Erzählung Adam und Eva im Buch Genesis. Ihnen gegenüber auf der anderen Längsseite ist ein Schaukasten platziert. Er ist leer. 

Während der Vernissage werden die Happen verzehrt, über die Ausstellungsdauer verrottet so manche Metapher in den Schaukästen, und alle Gegenstände, Essensreste oder Anordnungsabweichungen bleiben am Tisch als Zeugen des Geschehens. Die Besucher/innen gewinnen je länger de mehr den Eindruck, in Komplizenschaft einer längst verlorenenen Geselligkeit und einer seltsam aufgeladenen, doch wenig nachvollziehbaren Hinterlassenschaft eines vielleicht denkwürdigen Rituals geraten zu sein.