Kollektiv Spargut

Jahr
-

Das Kollektiv «Spargut» wurde spontan im Rahmen einer Aktion «Sparkunst» am 20.08.2017 am Mühleplatz in Luzern gegründet. Mitglieder des Kollektivs sind die zentralschweizer Künstler*innen Thomas Aregger, Karin Mairitsch,  Achim Schroeteler und weitere. Ziel des Kollektivs «Spargut» ist,  Sparpolitiken und Sparrhetoriken in die künstlerische Praxis und in den öffentlichen Raum zu transferieren, somit das Sparen erlebbar zu machen bzw. die Konsequenzen des Sparens zu veranschaulichen.

  1. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13.5×15cm
    Luzern, Schweiz
  2. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13.5×15cm
    Luzern, Schweiz
  3. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13.5×15cm
    Luzern, Schweiz
  4. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  5. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  6. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  7. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  8. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  9. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz
  10. Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Kollektiv Spargut: Parksparscheibe
    Mischtechnik auf Papier
    13×cm
    Luzern, Schweiz

In den letzten Jahren wurde auf politischer Ebene global, national und lokal viel gespart. Es handelt sich um eine – soweit ist belegbar – beliebte Methode mit stets derselben Rhetorik. Es ist eine Strategie, die besonders die Bereiche Bildung, Soziales, Kultur und Gesundheit trifft, während in anderen Bereichen nach wie vor Verschwendung festzustellen ist. Gleichzeitig ist die politische Vorgangsweise oft auch so gewählt, dass über die Jahre sporadisch und fragmentiert eingegriffen wird, sodass nach einigen Jahren die politischen Strategien, die gesellschaftlichen Entwicklungen und die gesamthaften Auswirkungen für den Einzelnen nicht mehr durchschaubar sind.

Das Künstler*innenkollektiv «Spargut» aus der Zentralschweiz hat sich dieses Phänomens angenommen, weil es die Aufgabe der Kunst unter anderem auch darin sieht, gesellschaftskritisch zu sein und auf Missstände hinzuweisen. Das Kollektiv möchte mit seinen Intervention die Betroffenheit einzelner, die aus den Sparübungen resultieren, aufzeigen und aus der Betroffenheit des Einzelnen die Betroffenheit vieler veranschaulichen. 

Das Kollektiv «Spargut» wurde spontan im Rahmen einer Aktion «Sparkunst» am 20.08.2017 am Mühleplatz in Luzern gegründet. Ziel des Kollektivs «Spargut» war, die kantonalen Sparbewegungen im Kunstbereich in die künstlerische Praxis und in den öffentlichen Raum zu transferieren, somit das Sparen insbesondere an Kunst und Kultur erlebbar zu machen bzw. die Konsequenzen des Sparens zu veranschaulichen. Auf diese Weise sollte die Bevölkerung für die nahenden politischen Sparvorhaben sensibilisiert werden. In wechselnden Zusammensetzungen nahm das Kollektiv in verschiedenen Aktionen bezugnehmend auf die Kürzungen der Kulturförderung im Kanton Luzern teil. Als organisatorische Plattform dient dem Kollektiv die visarte zentralschweiz, Berufverband visueller Künstler/innen.

Für das Kollektiv «Spargut» bedeutet die Verabschiedung des Staats aus Kunst und Kultur den Auftakt in die Einfalt. Sie wollten demnach zeigen, was spargeübte Bürger/innen und Sparwillige Politiker/innen nicht (mehr) sehen oder sehen wollen: die Auswirkungen des Sparens. In einer ersten Phase experimientierte das Kollektiv mit wegsparten oder wegradierten Strichen, gekürzten Flächen, fehlenden bzw. billigen Materialien und unfertigen Werken. Von der Arbeit wurden konsequent 40% abgezogen oder weggelassen. In Weiterentwicklung der künstlerischen Praxis stellte das Kollektiv «Spargut» fest, dass das Sparen nur dann nachvollziehbar wird, wenn aus gegenständlichen Bildern und da besonders Darstellungen von Menschen (z.B. Portraits) 40% entfernt oder ausgelassen werden. Gleichzeitig stellte sich immer wieder die Frage, wie der Akt des Sparens zu vollziehen sei oder wer den Sparstift letztlich ansetzt. Ein Jahr später entwarf das Kollektiv eine Sparkparkscheibe und wieder ein jähr darauf folgte eine Kunstaktionen an der FH Campus Wien.